Gute zwanzig Jahre visuelle Identität
Die meisten Menschen kommen nicht gern zu uns. Sie kommen, weil ein Befund da ist, weil eine Untersuchung ansteht, weil jemand, der ihnen wichtig ist, hier behandelt wird. Wer zum ersten Mal herkommt, trägt fast immer etwas mit sich, das ihr oder ihm Sorgen macht.
In diesen Minuten zählt etwas, das keine medizinische Leistung, für den weiteren Verlauf aber enorm wichtig ist: Findet diese Person sich zurecht. Wirkt das Haus einladend. Sieht es aus, als würde hier sorgfältig gearbeitet. Man kann das Atmosphäre nennen – aber es ist zu großen Teilen Gestaltung, und die ist planbar.

Seit 2004 dieselbe Handschrift
Das Krankenhaus Jerusalem arbeitet seit 2004 mit demselben Gestaltungsbüro zusammen, der Hamburger Praxis für Gestaltung und Visuelle Kommunikation Individuelle Designleistungen von Diplom-Designer Martin Zitzlaff. Vorausgegangen war eine Zusammenarbeit ab 2003 für die Frauenarztpraxis Praxis Frauenthal.
Was in dieser Zeit entstanden ist, sieht man dem Haus an: das Erscheinungsbild mit seinen Farben, seiner Schrift, die Beschilderung, die Beflaggung, verschiedenste Drucksachen von der Aufnahmemappe bis zum Briefbogen, Informationsmonitore im Haus, diese Website, die Fotografien in unseren Räumen und die Filme und Social-Beiträge, in denen wir uns zeigen. Es ist ein Volumen, das im Alltag niemandem groß auffällt, das ohne Ordnung aber schnell auseinanderfällt.
Die eigentliche Leistung liegt weniger im einzelnen Entwurf als in den zwei Jahrzehnten. Ein Erscheinungsbild wirkt erst durch Kontinuität. Wer vor Jahren bei uns war und heute wiederkommt, erkennt das Haus sofort wieder – eine Form von Verlässlichkeit, die vor jedem Gespräch beginnt.


Kontinuität: wertvoll und nachhaltig
Häuser unserer Größe wechseln ihre Dienstleister üblicherweise alle paar Jahre. Wir haben es anders gehalten, und der Grund ist ein praktischer.
Unser Ärztlicher Direktor Dr. Timm C. Schlotfeldt, der die Gestaltung von Beginn an persönlich mitbegleitet, beschreibt die Zusammenarbeit mit dem Gestalter in seinem unweiten Atelier so:
„Foto, Film, Corporate Identity, Design, Webdesign, Text, alles von einer Person. Die visuelle Umsetzung meiner ersten Ideen, die im Prozess Gestalt annehmen und im kritischen Dialog immer weiter verbessert werden. Wenn ich das Studio verlasse, bin ich bereichert, weil wieder ein Baustein entstanden ist, der das Jerusalem, seine Menschen und deren Geist zeigt, wie er ist.“
Dahinter steht eine Entscheidung, die wir bewusst getroffen haben. Eine Klinik erklärt sich nicht in einem Briefing. Diese Kenntnis lässt sich nicht einkaufen, sie entsteht über Jahre.

Echte, ungeschminkte Bilder
Eine Entscheidung betrifft die Fotografie, und sie ist uns wichtig, gerade in Zeiten sich verändernder Sehgewohnheiten durch die mittlerweile allgegenwärtige Generative KI.
Alle Aufnahmen auf dieser Website und in unseren Drucksachen sind bei uns im Haus entstanden. Sie zeigen unsere Räume, unser Licht, unsere Mitarbeitenden. Wir verwenden bewusst keine gekauften Motivbilder und keine KI-erzeugten Szenen. Wir möchten echt bleiben, ungeschminkt.
Das ist aufwendiger, und es dauert länger. Wir halten es trotzdem für richtig, weil ein Bild, das etwas verspricht, was es so im Haus nicht gibt, beim ersten Besuch auffliegt. Wer bei uns ankommt, soll den Raum wiedererkennen, den er vorher gesehen hat.
Die großformatigen Fotografien aus Hamburg, Venedig und Island, die die Atmosphäre in unseren Räumen bereichern, stammen zum Großteil aus dem Fundus von Zitzlaffs Photoeditions – allesamt authentische, handgemachte Fotografie.

Alles, was zum Haus gehört
Im Krankenhaus Jerusalem arbeiten mehrere eigenständige medizinische Einrichtungen, unter ihnen das Mammazentrum Hamburg, das Dysplasiezentrum Hamburg, die Frauenärztliche Praxis. Diese Einrichtungen sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständig, und sie haben ihr eigenes Erscheinungsbild. Wir stellen den Ort, die Räume und die Infrastruktur.
Dass die verschiedenen Auftritte an einem Standort dennoch zueinander passen, ist kein Zufall, sondern Abstimmung. Auch das gehört zu zwanzig Jahren Arbeit an einem Gesicht.
Und weiter
Ein Erscheinungsbild ist nie fertig. Formulare ändern sich, Wege werden neu geführt, Fachbereiche oder ganze OP-Trakte kommen hinzu. Für uns heißt Markenpflege, dass jemand mitdenkt, wenn eine Kleinigkeit geändert wird, damit sie auch in zehn Jahren noch zum Rest passt.
Wir bedanken uns für zwei Jahrzehnte aufmerksame Zusammenarbeit.
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Fotos: © Martin Zitzlaff www.zitzlaff.com