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Bundes-Klinik-Atlas in der Kritik

Der Bundes-Klinik-Atlas ist Mitte Mai 2024 gestartet, um eine einheitliche, transparente und vor allem gut vergleichbare Möglichkeit zu bieten, bundesweit für den jeweiligen Krankheitsfall die passende Klinik zu finden.

Der Bundes-Klinik-Atlas ist grundsätzlich keine schlechte Idee, aber in unseren Augen statistisch nicht einwandfrei, interpretationsbedürftig und überarbeitungspflichtig.

Im Fall unseres Krankenhaus Jerusalem betragen die Behandlungsfälle im Krankenhaus Jerusalem laut Bundes-Klinik-Atlas pro Jahr zwischen „2.152 (wenige)“ bzw. „1.100 (sehr viele)“ – je nachdem, über welche Suchmaske unter https://bundes-klinik-atlas.de gesucht wird …. Die Angaben für ein und dasselbe Haus weisen Schwankungen um die 100% auf, abhängig davon, ob wir nach der Behandlung von Brustkrebs über die Eingabemaske suchen oder über die Karte … Das eine Mal sind 2.152 Behandlungen WENIGE, das andere Mal 1.100 SEHR VIELE …

Relative Angaben (wenig/viel) nutzen relativ wenig … im Vergleich zu wem oder was ist das wenig oder viel? Bei der Angabe von Fallzahlen scheint es offenbar viel Spielraum oder zumindest keine klare Linie zu geben – ambulant, stationär, beides, DCIS, Rezidive etc. Mit dem an das Krankenhaus angeschlossenen Mammazentrum Hamburg MVZ als ambulanten Schwerpunktversorger und Kooperationspartnern wie dem Onkologicum HOPA MVZ behandelten wir am Jerusalem im Jahr 2023 ca. 3.260 Patientinnen und Patienten (mit Diagnose C50 / bösartige Neubildung der Brustdrüse) ambulant und stationär (Erläuterung: die Patientinnen und Patienten wurden nur einmal erfasst, auch wenn sie mehrfach vorstellig wurden).

Zusätzlich operieren wir mehr als 1.300 neu an einem Mammakarzinom erkrankte Menschen plus eine Vielzahl weiterer im Spektrum Brustkrebs-Erkrankter stationär – mehr als die Charité und die Uniklinik Heidelberg zusammengerechnet (z.Bsp.: www.hamburger-krankenhausspiegel.de/qualitaetsergebnisse-a-z/brustkrebsoperationen).

Dies alles wird beim Blick auf die Zahlen, die im Bundes-Klinik-Atlas für das Jerusalem angegeben sind, nicht berücksichtigt – somit erlaubt dieser unserer Meinung nach auch keine wirklich zuverlässige Einschätzung. Die in verschiedenen Befragungen und Portalen nachweisbare Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten und die standardisierten, qualitätsgesicherten Abläufe stellen in unserem Verbund die wichtigsten Parameter dar.

> Hier die postwendend erfolgte Reaktion des Teams vom Bundes-Klinik-Atlas.